Was ist eigentlich Breakdance / Breaking?
Akrobatik, hochexplosive Powermoves und eiserne Körperkontrolle – das Kraftpaket der HipHop-Kultur.
Die Ăśberwindung der Schwerkraft
Geboren Anfang der 1970er Jahre in den rauen Straßen der Bronx (New York) durch afroamerikanische und puerto-ricanische Jugendliche, ist Breakdance (kulturell korrekt: **Breaking**) das wohl spektakulärste Element des HipHop. Ursprünglich getanzt zu den "Breaks" (den rein rhythmischen Trommel-Passagen von Funk-Platten), ist Breaking heute weltweit als anerkannte Sportart und sogar olympische Disziplin etabliert.
Breaking verlangt Tänzerinnen (*B-Girls*) und Tänzern (*B-Boys*) eine enorme athletische Fitness ab. Es bricht mit den klassischen Regeln des Tanzens, indem die Akteure die Hände, den Rücken oder sogar den Kopf nutzen, um sich im Takt der Musik zu drehen. Trotz der extremen Akrobatik bleibt es jedoch immer ein Tanz – Musikalität und der persönliche Charakter stehen im Battle an oberster Stelle.
Die vier Elemente des Breaking:
- Toprocks: Der Tanz im Stehen, mit dem jeder Run beginnt, um den Style und das RhythmusgefĂĽhl zu zeigen.
- Footwork / Downrock: Die schnelle, kreative Beinarbeit auf dem Boden, während das Körpergewicht auf den Händen gestützt wird.
- Freezes: Das plötzliche, sekundenschnelle Einfrieren in einer meist extrem schweren, akrobatischen Position im Takt der Musik.
- Powermoves: Die hochexplosiven Rotationsbewegungen auf dem Boden oder in der Luft (wie *Windmill*, *Headspin* oder *Airflare*).